Auf dem Heimweg
Geschrieben von clarice22 am Samstag, 2. April 2011
Da verlasse ich das Bürogebäude und treffe am Ausgang auf eine Kollegin, mit der ich überhaupt nichts zu tun habe. Wir grüßen uns freundlich und sie fragt, ob ich zur S-Bahn ginge. Ich bejahte. Plötzlich verabschiedet sie sich, wechselt im Sturmschritt auf die andere Straßenseite und jagt die Straße entlang. Ich dachte, gut, sie wird wohl den Bus nehmen wollen, und gehe gemütlich weiter. Nachdem ich die Hauptstraße gekreuzt habe, sehe ich, wie die Kollegin ebenfalls die Straße in meine Richtung überqueren will. Leider muss sie erst die Autos vorbeilassen, so dass ich, ohne mich anzustrengen, aufholen kann. Trotzdem schafft sie es, auf meine Straßenseite zu gelangen noch bevor sie auf mich treffen muss und peest, den Blick starr auf den Boden gerichtet, weiter Richtung S-Bahn, um nur kurz vor mir den S-Bahnhof zu betreten. Sie sprintet die Treppe hinunter und biegt, offenbar erleichtert, um die linke Ecke. Ich hüpfte ebenfalls die Treppe hinunter und überlegte, ob ich sie noch etwas ärgere und hinterher gehe. Aber ich ging dann doch nach rechts und fuhr einfach nur verwundert nach Hause.
Manche Menschen sind komisch, oder?
Für mich war gestern übrigens erst Frühlingsanfang. Es war warm draußen, ich bekam Komplimente in der Kosmetikabteilung, kaufte erfolgreich ein paar Ausrüstungsgegenstände für den kommenden Wanderurlaub und fand dann auch noch den Eismann an der Seestraße, der so tolles Softeis verkauft, von dem ich mir spontan eins gönnte. Vanille mit Örbbeer, hmmmm.