Fernwandern 5. Tag: Inversnaid-Inverarnan
Geschrieben von clarice22 am Mittwoch, 4. Mai 2011
Heute fällt mir das Aufstehen besonders schwer. Mir tut alles weh. Und die Blasen an den Füßen machen mir das Leben schwer. Ich habe heute überhaupt keine Lust, irgendwo hinzugehen. Schon gar nicht zu Fuß. Wir haben nur eine kurze Etappe (10,5 km) zu gehen, aber ich will nicht.
Dennoch gehen wir nach dem Frühstück los.
Dieses Mal über Stock und über Steine. Mit dem dazugehörigen Lied im Kopf versuche ich mich von den Schmerzen abzulenken. Der Weg ist außerdem sehr fordernd, so dass ich dadurch auch abgelenkt bin. Im Wanderführer ist dieser Abschnitt als einer der anstrengendsten ausgewiesen. Das ist auch der Grund, warum wir heute nur eine kurze Etappe gehen wollen.
Irgendwann laufen sich meine Zehenschmerzen weg. Durch das Auf und Ab über Stock und Stein muss ich mich sowieso auf den Weg konzentrieren. Allerdings tut mir irgendwann das Knie weh. Ich merke, dass sich mein Körper immer mehr in den Vordergrund schiebt und ich kaum noch auf die Natur achte.
Die ist bildhübsch. Wir laufen am Ufer des Sees Loch Lomond entlang. Jedoch ist der Weg sehr felsig und man hat teilweise den Eindruck, als kraxele man durchs Gebirge. Hin und wieder kommen wir an wilden Ziegen und/oder Steinböcken vorbei. Die lassen sich von uns nicht stören. Dann verlassen wir den See, es wird leicht hügelig, aber nicht so sehr, dass es uns stören würde. Es geht durch Wald, Heide und über Wiesen. Nur noch ein Abstieg – der Moment, wo sich mein Knie das erste Mal bemerkbar macht – und dann sind wir schon in Inverarnan. Wir kommen in der Beinglas Farm unter, so dass wir von dem Ort selber nicht viel sehen, da die Farm abseits liegt.
Dieses Mal ist die Unterkunft wieder schön. Wir haben sogar ein großzügiges 3-Bett-Zimmer.
Für die nächste Unterkunft ist auch schnell gesorgt und den Rest des Tages verbringen wir rumtrödelnd und uns ausruhend auf der Farm.
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