Wo bin ich?

Die Welt ist ein Buch – wer zu Hause bleibt, liest nur die erste Seite.

Mit ‘Wer hat’s gewußt?’ verschlagwortete Einträge

Im Märchenland

Verfasst von clarice22 am Sonntag, 8. November 2009

Ich war krank. Diagnose: grippaler Infekt. Der Arzt gab mir nichts, außer der Bestätigung, dass ich mit häufigem Inhalieren, viel Ruhe und Schlaf sowie Literweise Tee und Ibuprofen gegen Entzündung schon alles für die Genesung tue. Nach ca. 10 Tagen ist es auch schon fast komplett auskuriert. Dank der häuslichen Pflege und der liebenden Verwandtschaft, die mich telefonisch hegte, habe ich mich auch nicht zu sehr gelangweilt.

Doch nun bekommt man ja von der Familie und den Freunden Tipps und Ratschläge, die die Genesung beschleunigen sollen. Auf der Beliebtheitsskala ganz oben das, was mit Medikamenten nicht zu mischen ist: Alkohol. Das sind wohl Hausmittel aus Zeiten, zu denen Schmerzmittel noch nicht jedem zugänglich waren. Aber ich hatte ja Zeit, alles auszuprobieren.

Zuerst gab es abends  Grog. Also Rum, heißes Wasser und etwas Zucker. Mal ehrlich, das geht gar nicht. Es schmeckt zwar gut, aber das Resultat sind Kopfschmerzen, Schwindel und die Reuhe, dass das Zeug überhaupt getrunken zu haben.

Dann versuchte ich mich an dem wohl beliebtesten Spruch: Trink ein warmes Bier.

Dieser Rat wird so oft gegeben, dass man sich eigentlich darüber wundern kann, warum es warmes Bier nicht in Apotheken gibt. Aber egal, ich machte mich an die Umsetzung und schon ergab sich die nächste Frage: Wie warm muss so ein warmes Bier eigentlich sein? Reicht es, das Bier nicht im Kühlschrank aufzubewahren? Oder muss es kurz vor dem Siedepunkt sein? Und wieviel warmes Bier muss man eigentlich trinken? Ich entschied mich für einen Kaffeepot voll spürbar warmes Zaubermittel. Der Effekt war, naja, eher enttäuschend. Es schmeckt wiederlich. Ok, das sagen auch alle, die die Empfehlung ausprechen. Offenbar verstärkt die Wärme die Intensität der Bitterkeit. Aber damit war zu rechnen. Jedoch wurde der Kopf nur ein bißchen schwer (das wäre bei erprobten Biertrinkern nicht der Fall gewesen, aber ich trinke nur selten Bier), Schwindel stellte sich ein und das war es schon. Eine Viertestunde nach dem „Genuß“ war es auch schon wieder vorbei und ich suchte mir schleunigst etwas, das den fiesen Geschmack im Mund eliminieren sollte.

Wer schon mal bessere Erfahrungen damit gemacht hat, möge diese hier bitte berichten. Ich bin echt gespannt. Denn ich habe jeden, der mir diesen Rat gab, gefragt, wie warmes Bier bei ihm gewirkt hat. Aber offenbar geben alle diesen Rat nur weiter.

Veröffentlicht in Clarice22's Blog | Verschlagwortet mit : | Kommentar schreiben »

Quick & Dirty

Verfasst von clarice22 am Dienstag, 12. Mai 2009

Einer meiner englischsprachigen Lieblingsblogs ist aktuell der von Grammar Girl. Sie erklärt einfach und schnell oft unbequeme Grammatikthemen, die dann gar nicht mehr so umbequem sind. Dazu gibt es jede Menge Tipps und Beispiele, mit denen man sich das neu Erlernte ganz leicht merken kann.

Man kann sich sogar aussuchen, ob man den Podcast hört oder sich den neuesten Beitrag durchliest (ich lese immer, da ich sonst die anderen im Büro störe ;D ).

Eine weitere Dosis Englisch hole ich mir von Der Englisch Blog und wenn das nicht reicht, lese ich auch noch die erheiternde Abhandlung eines Nordamerikaners der auszog, um die Deutschen zu karikieren.

Also: schaut einfach mal rein!

Veröffentlicht in Clarice22's Blog | Verschlagwortet mit : | Kommentar schreiben »

In der hauseigenen Sittich-Pflege-Station

Verfasst von clarice22 am Samstag, 4. Oktober 2008

Seit einiger Zeit beobachte ich meine Sittiche mit einem lachenden und einem sorgenvollen Auge, denn einerseits sind sie jeden Tag fröhlich drauf, zwitschern lustig und steigern mein persönliches Wohlbefinden allein durch ihre Anwesenheit, aber andererseits entdeckte ich einige Problem(chen).

Schon vor ein paar Wochen habe ich mit Hilfe meines PA (personal Peter Assistant) die Nagel- und Fußpflege vorgenommen, aber irgendwie werden auch die Schnäbel immer länger. Aber wer hat schonmal nem Sittich den Schnabel geschnitten? Die Alternative – zum Tierarzt – kann ich mir zeitlich nicht leisten, so dass ich mich gester entschied, doch selbst Hand anzulegen.

Bevor ich jedes Vögelchen einzeln mit dem Geschirrhandtuch fing, legte ich mir ein Sortiment verschiedener Scheren zurecht und mein PA brachte vorsorglichen noch einen handelsüblichen Seitenschneider mit. Zuerst lachte ich ihn aus, aber so schlecht war die Idee gar nicht. Tatsächlich war das überhaupt das einzige Werkzeug, mit dem ich erfolgreich war – wer hätte das gedacht? Und so konnte ich allen vier Schreifritzen die Schnabelspitze abknappsen. In einem Anfall von Sorge nahm ich die Nagelpflege bei einem Männchen doch zu ernst und schnitt ihm zu viel vom Nagel ab (die Viecher haben da eine Blutader in der Kralle), so dass er blutete. Aber auch das hat er überlebt. Natürlich sind meine Hühnchen nach solch einer Behandlung ziemlich eingeschnappt, aber das vergaßen sie ganz schnell, als ich mit Futter ankam.

Das bringt mich zum zweiten Problemchen. Die Frida ist zu dick. Neben drei schlanken und ranken Wellis sitzt ein dickes kleines aufgeplustertes Vögelchen. Nicht nur, dass sie die vier Futternäpfe nacheinander abklappert und leer frist – nein – zusätzlich lässt sie sich von den anderen füttern (Wellis fressen erst in den Kropf, in dem die Nahrung aufquillt, bevor sie sie hochwürgen und dann schlucken – und diesen Brei in Kropf können sie auch als Zeichen ihrer unendlichen Freundschaft an ihren Lieblingsfreund im Käfig verfüttern.)

Da Übergewicht – bei Wellensittiche sprechen wir von etwa 10-15 Gramm – sogar zum Tod führen kann, hab ich den ganzen Schwarm auf Diät gesetzt. Eigentlich muss nur die eine abnehmen, aber wie sollte ich das bewerkstelligen? Also triffts alle und es gibt Futter nur noch Portionsweise, viel Gemüse und Obst anstelle von Leckerzeugs und ab und an auch mal Kamillentee. Das führte dann heute dazu, dass sie den Ficus überfielen, das Seramis zur Seite räumten und dann die Erde und die Wurzeln anknabberten.

Eine drittes, mit dem zweiten zusammenhängendes, Problemchen, ist die Kondition. Drei von vier Sittichen stranden nach zwei Mal aufscheuchen japsend auf der Couch oder in irgendeiner Ecke des Raumes. Und um dem entgegenzuwirken, habe ich jetzt neue Spielplätze gebastelt. Hier das Ergebnis:

Ausgangsmaterial

Ausgangsmaterial

Spielplatz

Während der eine den Spielplatz schon mutig ausprobiert, beäugen die anderen ihn noch kritisch.

Schaukelplatz

Schaukelplatz

Die ganze Bastelaktion dauerte übrigens um die 5 Stunden, aber es machte mir auch viel Spaß.

Nun beobachte ich mal, ob die neuen Spielplätze die Kondition meiner Geier steigern.

Veröffentlicht in Clarice22's Blog | Verschlagwortet mit : , | Kommentar schreiben »

Auf dem Berliner Oktoberfest

Verfasst von clarice22 am Sonntag, 28. September 2008

Letzten Donnerstag bekamen wir Besuch aus der Schweiz und machten eine tolle Erfahrung: Wer hat gewußt, dass Schweizer Rotwein richtig lecker schmeckt? Ich nicht, deshalb war ich überrascht. Wer also trotz fast nicht vorhandener Exportvolumina eine Flasche Schweizer Rotwein, wie einen Döttinger Pinot Noir Spätlese 2007, entdeckt: Kauf ihn und lass dir schmecken!
Das war jedoch nicht das einzige nennenswerte Geschmackserlebnis. Zusätzlich zum tollen Wein öffneten wir eine Flasche polnischen Wodka Zoladkowa Gorzka und genehmigten uns ein Schlöckchen … Wer von euch kann den Donnerstag-Abend mit einem goldenen Vodka beenden?
Anlässlich einer Geburtstagsfeier besuchten wir gestern dann das 58. Berliner Oktoberfest. Hier in Berlin heißt das jedoch, dass man einen handelsüblichen Rummelplatz mit einem bayrischen Bierzelt, Brezeln, Händle und viele Maß Bier austattet. Und so richtig beeindruckend war der Rummelplatz auch nicht. Aber wir beschlossen, viel Spaß zu haben und dann wurde es auch schön. Nach einem halben Radler für mich und je ein Maß Bier für die anderen stärkten wir uns mit Boulette, Pommes und Co. Danach übernahmen wir zu sechs die Autoscooter-Plattform. Da eine andere Gruppe junger Menschen die gleiche Idee hatte, erhöhten wir die Attraktion des Scooters um bestimmt 200 %.
Leider war das Fahrvergnügen zeitlich sehr knapp gehalten, so dass wir dann leicht enttäuscht abzogen. Mein Lieblingliepster kaufte mir dann aber noch eine Zuckerwatte – ein Geschmackserlebnis, dass ich seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr hatte – was mich stark begeisterte. :D

Wer in der folgenden Fotoserie die Unterschiede entdeckt, erntet Ruhm und Sieg:


So – und beenden möchte ich diesen Beitrag mit einer zweiten Wer-hats-gewußt-Frage.
Wer hat gewußt, dass es gelbe Kiwis gibt? Ich bekam sie von meiner Schwester, die sie vom Anhaltischen Fruchthof hatte. Ich fotografierte sie erst, als ich bereits alle geschält hatte. Aber sie sehen außen aus wie „normale“ grüne Kiwis und schmecken aber ganz anders. Sie sind viel süßer und haben einen sehr intensiven, aromatischen Geschmack.

Das Röschen bekam ich übrigens von meinem Pfroind. :D

Veröffentlicht in Clarice22's Blog | Verschlagwortet mit : , , | 3 Kommentare »